Jahresbericht 2025

Im 12. Jahr des Bestehens der Stiftung Herzenswunsch für Hürther Pänz gab es wieder zahlreiche Einzelhilfen, eigene Projekte und Unterstützung für Projekte Dritter. Möglich wurde das alles durch eine großartige finanzielle Unterstützung unserer Arbeit durch Private und Unternehmensspenden.

Ganz besonders wichtig ist die Unterstützung einzelner Kinder und Jugendlicher sowohl in besonderen Notlagen als auch zur Erfüllung von Herzenswünschen. Hierzu einige Hilfe-Beispiele:

  • Wir helfen, wenn Eltern z.B. finanziell nicht in der Lage sind eine Klassen- oder Vereinsfahrt ihres Kindes zu finanzieren, weil diese sehr teuer ist oder die Familie gerade erst nach Hürth gekommen ist.
  • Für junge Familien konnten wir Babytrage, Kinderwagen, Geschwisterwagen, Zwillingswagen und eine Erstausstattung fürs Baby besorgen
  • Wir leisteten einen Beitrag zur Einrichtung eines Kinderzimmers, die Unterstützung für 1 Jahr Fitness-Studio für einen jungen Heranwachsenden und vieles mehr.
  • In einem Fall haben wir für ein Jahr einen Handyvertrag finanziert, damit die Schülerin, die keinen Zugang zum Internet hatte, am virtuellen Teil des Schulunterrichtes teilnehmen bzw. den digitalen Aufgabenstellungen der Schule folgen konnte.
  • Einer alleinerziehenden Mutter mit ihren 3 Kindern konnten wir helfen, in einer besonderen Situation Lebensmittel zu erwerben.
  • Einer Familie mit 5 Kindern haben wir in den Sommerferien den Herzenswunsch eines gemeinsamen Besuches im Phantasialand erfüllen können.

Wir haben auch unsere eigenen Projekte fortgeführt. Das ist zum einen die Aktion „Kein Kind ohne Fahrrad“. Wenn eine entsprechende Anfrage gestellt wurde, haben wir das passende Fahrrad entweder aus unserem Fundus bereitgestellt oder wir haben ein gebrauchtes Rad z.B. im Internet gefunden und es bei „MüllerZ“ aufarbeiten lassen. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an dieses tolle Fahrradgeschäft, das immer schnell und preiswert repariert - und uns außerdem mit guten Fahrrädern und Fahrradhelmen versorgt hat.

Das andere große eigene Projekt ist die Beschaffung von Schulranzen für Kinder, deren Eltern die Kosten für die Einschulung überfordern. Dieses Projekt wurde in diesem Jahr von der Firma Systemtrans und den Lions unterstützt. Hierzu schreiben wir ab Ostern die Hürther Kindergärten mit der Bitte an, uns Familien zu benennen, die Unterstützung benötigen. Wir fragen dann die Motivwünsche der Kinder ab, beschaffen die entsprechenden Schulranzen und besorgen auch die von den jeweiligen Grundschulen geforderten Schulmaterialien. Bei Letzterem sind wir sehr dankbar für die organisatorische Unterstützung von „Wilura“. 2025 haben wir 17 Schulranzen besorgt.

Bei den größeren Projekten Dritter, die wir mitfinanziert haben, ging es z.B. um ein professionelles Coaching in einer Schulklasse zum Thema Mobbing. Die Mitfinanzierung eines Müttercafes des Kinderschutzbundes und eine Schwimmbegleitung für den Schwimmunterricht einer Schule, die ohne diese personelle Unterstützung nicht vertretbar gewesen wäre. Außerdem unterstützen wir regelmäßig das Frauenforum in Hürth in ihrer Arbeit mit Schwangeren.

Wie eingangs angesprochen war das alles nur möglich dank vieler Spenden. Dazu gehört die bereits beschriebene Unterstützung durch „MüllerZ“ und „Wilura“. Manche Hürther Unternehmen haben uns mit maßgeblichen Spenden, z.B. in der Vorweihnachtszeit überrascht. Es gibt immer mehr Menschen, die aus Anlass einer ganz persönlichen Feier ihre Gäste um Spenden für unsere Stiftung bitten. Manchmal bekommen wir kleinere Beträge über die Staatsanwaltschaft. Und nicht zuletzt gibt es immer mehr Menschen, die uns regelmäßig, teilweise monatlich, kleine Beträge zukommen lassen. Letzteres freut uns ganz besonders, weil es deutlich macht, dass unsere Arbeit bekannt ist und es in unserer Stadt viele Menschen mit Herz für Kinder gibt.

Hierzu ein kleines aber wunderschönes Beispiel:

Naschen mit dreifach gutem Gewissen: Freude FAIR-schenken am ASG

6 Personen stehen vor einem großen symbolischen Scheck und lächeln in die Kamera.
Die Spendenübergabe an die Stiftung Herzenswunsch. Von links: Benjamin Schönbach, Leo Klose, Beatrice Faßbender, Stefan zur Nieden, Monika Sahre, Walther Boecker

Kaum zu einer anderen Zeit im Jahr stehen Werte wie Nächstenliebe, Zusammenhalt und Gemeinschaft so sehr im Mittelpunkt wie in der Adventszeit. Von diesem besonderen Weihnachtsgeist ließen sich Leonard Klose und Maximilian Säugling aus dem 12. Jahrgang des Albert-Schweitzer-Gymnasiums inspirieren. Im Rahmen eines Projektkurses entwickelten die beiden Schüler die Idee einer Nikolausaktion am ASG. Dabei ging es nicht nur darum, Freude innerhalb der Schulgemeinde zu verschenken. Beiden war wichtig, dass die Nikoläuse aus fair gehandelter Schokolade bestanden. Ein tolles Ziel, dem die beiden noch einen draufsetzten. Der Reinerlös sollte für einen guten Zweck gespendet werden. Und das möglichst im nahen Umfeld. Also Naschen mit dreifach gutem Gewissen.

Gesagt war aber noch lange nicht getan. Ein Verkaufskonzept musste genauso her wie eine Sichtung der Marktangebote, denn schließlich durften die Nikoläuse nicht allzu teuer verkauft werden und gleichzeitig wollte man ja einen möglichst hohen Erlös erzielen. Schließlich wurden 300 fair gehandelte Nikoläuse und kleine Grußkärtchen geordert. Diese wurden dann Anfang Dezember, immer in den Pausen, an einem liebevoll weihnachtlich dekorierten Stand verkauft. Die Grußkärtchen wurden individuell beschriftet.

Nach zwei Verkaufstagen war klar: Die Nachfrage bei Schüler- und Lehrerschaft war so hoch, dass man weitere Nikoläuse bestellen musste. Am Ende waren es dann 541 inkl. Grußkärtchen, die nun in echter Heimarbeit und mit tatkräftiger Unterstützung der ganzen Familie an den Schokoladennikoläusen befestigt werden mussten. Dann wurde alles nach Klassen sortiert, um den Weg in die Klassenzimmer und zu den Beschenkten zu finden. Dort sorgten die fairen Nikoläuse für strahlende Gesichter und eine besonders festliche Stimmung im Schulalltag.

Für strahlende Gesichter sorgte dann auch der Kassensturz: 300,-€ Reinerlös. Eine stattliche Summe. Aber wem wollte man diese zukommen lassen? Schon stand ein Empfänger fest: Die Hürther Stiftung Herzenswunsch für Hürther Pänz. Eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen oder bedürftigen Familien unterstützt und mit ihren Hilfsangeboten da beginnt, wo die Möglichkeiten von Sozial- und Jugendamt enden. Ganz praktisch und ohne formale Hürden.

Auch am Albert-Schweitzer-Gymnasium hatten Familien in der Vergangenheit bereits von der unbürokratischen Unterstützung profitiert. Und jetzt hatte man die Möglichkeit, ganz dem Geist der Weihnacht folgend, etwas zurückzugeben.

Und so unkompliziert, wie die Stiftung agiert, ließ sich dann auch ein Termin zur feierlichen Überreichung des Spendengeldes finden. Donnerstag vor Weihnachten durften Leonard Klose und Maximilian Säugling den selbstgestalteten symbolischen Scheck in Höhe von 300,-€ an den Vorsitzenden der Stiftung, Walther Boecker und seine Stellvertreterin Beatrice Faßbender überreichen.

Ein schöner Jahresabschluss im Schulkalender und ein voller Erfolg für das ASG, denn: Freude FAIR-schenken mit dreifach gutem Gewissen ist was Wunderbares.